Endoskop
Schlauch- oder röhrenförmiges medizinisches Instrument. Endoskope sind von zentraler Bedeutung für die Diagnostik und Therapie in Körperhöhlen und Hohlorganen wie z.B. die minimal-invasive Chirurgie. Man unterscheidet zwischen flexiblen bzw. elastischen Endoskopen mit Fiberglassoptik oder Videokamera und starren Endoskopen aus einem starren Metallschaft.
Gerade flexible Endoskope können wegen ihrer kombinierten Materialien (z.B. Kunststoffe, Glasfasern, Klebeverbindungen) empfindlich auf Reinigungs- und Desinfektionsmittel im Zusammenhang mit der Temperatur reagieren. Daher bezeichnet man sie als thermolabil. Für sie empfiehlt sich besonders eine maschinelle Aufbereitung in einem speziellen RDG mit einem geeigneten Desinfektionsmittel, einer definierten Einwirkzeit und gleichbleibender Temperatur, folglich einem normgerechten chemo-thermischen Verfahren (vgl. auch RDG-E). Im Gegensatz zu thermolabilen Endoskopen überstehen thermostabile Endoskope vergleichsweise hohe Temperaturen ohne Schaden zu nehmen. Man kann sie thermisch desinfizieren und auch dampfsterilisieren. Eine weitere Herausforderung für die Aufbereitung von Endoskopen sind Gelenke und Hohlkörper: Hier ist eine Vorbehandlung dringend notwendig.
